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RSV-Schutz für Babys: Neue Broschüre für Eltern

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RSV ist eine der häufigsten Ursachen für schwere Atemwegsinfektionen bei Säuglingen. Eltern stehen heute mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, um Babys frühzeitig zu unterstützen und das Risiko zu verringern. Eine neue Informationsbroschüre der GFCNI erklärt verständlich, welche Schutzoptionen es gibt und worauf Familien achten können.

RSV-Schutz für Babys: Neue Informationen für Eltern

RSV: Hohes Risiko für Neugeborene

RSV steht für Respiratorisches Synzytial-Virus. Es handelt sich um ein weltweit verbreitetes Atemwegsvirus, das vor allem in den Herbst- und Wintermonaten auftritt.

RSV ist die häufigste Ursache für schwere Atemwegsinfektionen bei Säuglingen und der wichtigste Grund für RSV-bedingte Krankenhausaufenthalte im ersten Lebensjahr. Besonders betroffen sind Babys im Alter von wenigen Wochen bis Monaten.

Bei Säuglingen befällt RSV häufig die unteren Atemwege. Typische Krankheitsbilder sind Bronchiolitis und Lungenentzündung. Studien zeigen, dass weltweit rund 2 Prozent aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren und etwa 3,6 Prozent der Todesfälle bei Säuglingen zwischen 28 Tagen und sechs Monaten mit einer RSV-Infektion in Zusammenhang stehen. Auch in Österreich führt RSV jedes Jahr zu einer hohen Zahl an Spitalsaufenthalten bei Babys, vor allem während der klassischen RSV-Saison von Herbst bis Frühjahr.

Das Risiko ist in den ersten Lebensmonaten besonders hoch. Das Immunsystem von Neugeborenen ist noch nicht vollständig entwickelt, die Atemwege sind sehr eng und bereits kleine Schleimansammlungen können die Atmung stark beeinträchtigen. Frühgeborene gelten als Hochrisikogruppe, doch auch gesunde, termingeborene Babys können schwere RSV-Verläufe erleiden.

Kostenlose Info-Broschüre für Eltern

Wenn du dich fragst, wie gefährlich RSV für dein Baby wirklich ist oder woran du erkennst, dass ärztliche Hilfe nötig ist, kann dir die neue Elternbroschüre der GFCNI eine gute Orientierung geben. Die Global Foundation for the Care of Newborn Infants (GFCNI) ist ein internationales Netzwerk aus Elterninitiativen und medizinischen Fachpersonen, das sich weltweit für die Gesundheit und Versorgung von Neugeborenen einsetzt.

Die Broschüre erklärt verständlich typische Symptome, Warnzeichen und Schutzmöglichkeiten. Zusätzlich enthält sie praktische Tipps für den Alltag mit Baby – etwa zu Hygienemaßnahmen, Stillen, Umgang mit Besuchen oder Situationen, in denen du besser frühzeitig ärztlichen Rat einholst.

„Viele Eltern haben noch nie etwas von RSV gehört. Da aber fast jedes Kind bis zum Alter von zwei Jahren an RSV erkrankt, ist es gut, über dieses häufige Atemwegsvirus Bescheid zu wissen“, erklärt Silke Mader, Vorstandsvorsitzende und Mitbegründerin von GFCNI.

Passive Immunisierung des Babys

Für dein Baby besteht die Möglichkeit einer direkten Immunisierung nach der Geburt - und zwar kostenlos. Das Neugeborene erhält einmalig Antikörper zur Prävention von RSV-Erkrankungen der unteren Atemwege. Die passive Immunisierung kann das Baby für einen begrenzten Zeitraum unterstützen.

  • Geburt zwischen Oktober und März:
    Immunisierung direkt im Krankenhaus
  • Geburt zwischen April und September:
    Ab Oktober beim Kinderarzt im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen.

Konkret gilt:

  • Die passive Immunisierung kann das Baby in der Regel für etwa 5 bis 6 Monate unterstützen.
  • Dieser Zeitraum sollte die erste RSV-Saison abdecken, also genau jene Phase, in der das Risiko für schwere RSV-Erkrankungen am höchsten ist.
  • In Österreich beginnt die RSV-Saison meist im Oktober und reicht bis ins Frühjahr, häufig bis März oder April.

Alternative: Impfung während der Schwangerschaft

Eine weitere Möglichkeit der RSV-Prävention ist die Impfung in der Schwangerschaft. Wird die werdende Mutter gegen RSV geimpft, bildet ihr Immunsystem Antikörper, die über die Plazenta an das ungeborene Kind weitergegeben werden. Das Baby bringt dadurch einen gewissen Nestschutz mit auf die Welt, der gerade in den ersten Lebenswochen – wenn das Immunsystem noch unreif ist – eine wichtige Rolle spielen kann.

Die Schwangerschaft wird damit erstmals nicht nur als Phase der Vorsorge für die Mutter gesehen, sondern auch als Möglichkeit, das Risiko für RSV frühzeitig zu verringern. Die RSV-Impfung in der Schwangerschaft kann in den ersten drei bis sechs Lebensmonaten zum Schutz beitragen.

Wichtig zu wissen: Die Impfung in der Schwangerschaft ist nicht für alle Babys ausreichend und ersetzt nicht in jedem Fall die empfohlene Immunisierung des Neugeborenen. Besonders bei Risikoschwangerschaften, Frühgeburten oder Kindern mit erhöhtem Risiko kann der Schutz durch die mütterliche Impfung allein nicht ausreichen. Auch Babys, die außerhalb der RSV-Saison geboren werden, profitieren nicht automatisch von diesem Schutz.

Info: Nur wenn dein Baby zwischen Oktober und März auf die Welt kommt und du dich als Schwangere bis spätestens 2 Wochen vor der Geburt impfen lässt, muss dein Kind nicht zusätzlich immunisiert werden. In allen anderen Fällen wird die Immunisierung des Säuglings empfohlen.

Kosten und Organisation der RSV-Impfung in Österreich

In Österreich sind die beiden RSV-Schutzmaßnahmen unterschiedlich geregelt. Die passive Immunisierung von Babys wird im Rahmen des kostenfreien Impfprogramms von Bund, Ländern und Sozialversicherung angeboten. Eltern müssen dafür nichts bezahlen.

Die RSV-Impfung in der Schwangerschaft gilt derzeit als Privatleistung und muss selbst bezahlt werden. In den Wintermonaten gibt es teilweise zeitlich begrenzte Impfaktionen, bei denen RSV-Impfstoffe zu reduzierten Preisen erhältlich sind.

Was bedeutet das für Eltern?

Es gibt heute verschiedene Möglichkeiten, das Risiko schwerer RSV-Erkrankungen bei Babys zu verringern. Wichtig sind eine ausführliche ärztliche Beratung sowie offizielle Informationsangebote, etwa auf impfen.gv.at. Sie helfen dir dabei, die verfügbaren Möglichkeiten einzuordnen und gut informiert zu handeln.



MAT-AT-2500994 - 2.0 - 05/2026

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