Wir haben alle Ergebnisse der großen Trageumfrage 2020 für dich!
Im dritten Quartal 2020 hat FOKUS KIND Medien gemeinsam mit der Trageexpertin Michaela Lehner, Die Trageschule® Österreich und Schweiz, eine breit angelegte Trageumfrage in Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Leben gerufen. Teilgenommen haben insgesamt 10.132 Eltern sowie Personen/Paare, die ein Kind erwarten. Unterstützt wurde das Projekt von den renommierten Trageherstellern Buzzidil, Ergobaby und Fräulein Hübsch. Wie Eltern heutzutage ihre Babys tragen, was ihnen dabei wichtig ist, wo es Verbesserungspotenzial gibt und welche Tragehilfen ganz hoch im Kurs stehen – Wir haben die Antworten!

Tragegewohnheiten & Alltagserfahrungen
Tragen ist schon längst keine Randerscheinung mehr – es ist mitten im Elternalltag angekommen. Werdende und frisch gebackene Eltern sind im Normalfall schon sehr gut informiert und wissen um die positiven Effekte des Tragens. Die renommierte Trageexpertin Michaela Lehner ist davon nicht überrascht: „Die Ergebnisse bestätigen, was Eltern ganz intuitiv empfinden. Und unsere Gesellschaft lässt es mittlerweile zu: Tragen ist ein modernes und angemessenes Mittel geworden”. Die Umfrage zeigt, dass Babys über kurze Distanzen weitgehend nach Gefühl getragen werden. Auf längeren Strecken kommt eine Kombination aus Kinderwagen/Buggy und einer Traghilfe/einem Tragetuch (75,8%) zum Einsatz. 18,9% aller StudienteilnehmerInnen verwenden ausschließlich das Tuch/die Trage und 5,3% der Befragten greifen nur auf den Buggy oder den Kinderwagen zurück. Getragen wird sowohl aus medizinischen, praktischen als auch pädagogischen Gründen. Bettina Stomper-Rosam, Gründerin der Tragemarke Buzzidil, erklärt:„Drei Viertel der befragten Eltern verwenden Tragehilfen und Kinderwägen gemischt. Das deckt sich mit unserer Erfahrung, dass situationsabhängig geschoben oder getragen wird. In ebenem Gelände tragen Eltern vor allem dann, wenn sie damit auf das Bedürfnis des Babys nach Nähe eingehen. In schwierigerem Gelände ist Tragen oft schon aus Mobilitätsgründen erforderlich.“
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Bindung zwischen dem tragenden Elternteil und dem Baby eine große Rolle spielt. 76,7% aller Eltern gibt an, dass die Nähe zum Kind der Hauptgrund für sie ist, ihr Baby zu tragen. 9,9% sagen, dass Tragen „gut für Babys Entwicklung sei“, und 4,5% geben an, dass Tragen „gut für Babys Ergonomie“ ist. Interessant sind auch die Angaben jener Personen, die bisher noch nicht getragen und es auch nicht vorhaben: 37% halten es für unkomfortabel und/oder die Handhabung für zu kompliziert, 33,9% geben an, dass ihr Kind die Tragehilfe nicht akzeptiert hat, 15,4% führen finanzielle Gründe an. Weiters genannt wurden pädagogische Gründe und medizinische Gründe. Gefragt sind hier laut Expertin Lehner sowohl die Hersteller als auch jene, die beratend tätig sind: “Die Gründe, warum sich Familien entschließen gar nicht zu tragen, zeigen deutlich, dass Industrie und vor allem die Trageberatung noch eine Herausforderung meistern müssen: die Handhabung verschiedener Tragemöglichkeiten muss noch klarer und einfacher vermittelt werden. Oft übertragen sich Unsicherheiten der Tragenden auf die Babys, so kann der Eindruck entstehen, das Kind möchte gar nicht getragen werden. Auch diese Unsicherheiten zu nehmen ist natürlich ein Arbeitsauftrag für die Trageberatung der Zukunft.“

Tragehilfe oder Tragetuch?
Moderne Familien nutzen gerne jene Tragelösung, die sie im lebendigen Alltag am besten unterstützt und sich flexibel den unterschiedlichen Situationen anpasst. Bei der Frage nach den beliebtesten Tragen/Tüchern waren Mehrfachnennungen möglich. Die ersten drei Plätze belegten:
- Tragen mit Schnallen
- Tragen zum Binden und Schnallen
- Gewebte Tragetücher
Ebenfalls genannt wurden Tragen zum Binden, elastische Tragetücher und Tragekraxen.
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