Ich starte mal mit einer Alltagssituation. (als Beispiel)
Mein Wunsch ist, dass zB mein Kind aufräumen hilft. Wie könnte da eine Formulierung aussehen statt "Räum auf, sonst ..." oder "Wenn du dich nicht aufräumen hilfst, dann ... "
An erster Stelle steht die (wertfreie) Beobachtung. Also zB "Ich sehe hier viele Spielsachen im Wohnzimmer"
An der 2. Stelle steht dann eine Aussage, die mein Gefühl beschreibt, also zB "wenn ich diese Unordnung sehe, macht mich das ärgerlich/unruhig/... "
Mein Bedürfnis kommt dann an die 3. Stelle. "Mir ist es wichtig, dass wir in Räumen, die wir gemeinsam nutzen, Ordnung halten"
Meine konkrete Bitte könnte demnach dann so lauten: "Hilfst du mir diese Schleichtiere in die Kiste da drüber zu legen?“
Ziel ist es (so hab ich es verstanden) in Verbindung zu bleiben, eigene Gefühle Bedürfnisse mitzuteilen und unser gemeinsames Miteinander damit zu bereichern.
Es werden also Beobachtungen von Bewertungen getrennt, es kann durch klare Bitten zu Vereinbarungen kommen, mit denen
beide Seiten ehrlich einverstanden sind und sich gesehen fühlen.
Ist natürlich auch für alle möglichen Konflikte interessant mal auszuprobieren, nicht nur im Zusammenleben mit unseren Kindern. Ich hab halt die Erfahrung gemacht, dass es einiges an Übung braucht. Und ich denke je mehr Beispielformulierungen oder konkrete Situationen man da durchspielt, umso sicherer wird man.
Ganz freien Zugang gibt es nicht. Aber ich handhabe es so, dass er schauen darf wenn er fragt und es dann gerade passt. An manchen Tagen, vor allem in der schöneren Jahreshälfte fragt er selten. Manchmal halt täglich.
Meine Mutter hat in TZ gearbeitet, und es bedeutete für sie enormen Stress. Sie war deswegen oft gereizt und überfordert.
Wir leben auch noch das "klassische" Modell. Ich arbeite TZ und mein Mann VZ. Wobei er am Bau arbeitet und zum Glück im Winter viel zuhause ist, sodass ich da mehr Stunden machen kann bzw. mache ich nebenbei noch eine Zusatzausbildung. Ich decke dann dafür den Sommer ab, wenn der KiGa geschlossen ist. Zurzeit passt das so gut für uns.
Ich habe mittlerweile den Job gewechselt. Bei mir war dann ausschlaggebend, dass ich mit nur TZ nicht in meinen ursprünglichen VZ Job zurückkehren konnte. Ich bekam nach der Karenz einen komplett anderen Aufgabenbereich.
Im jetzigen Job bin ich auch die einzige im Team mit TZ. In gewissen Jobs ist es schon noch sehr unüblich nur TZ zu arbeiten, aber es geht in die richtige Richtung. Ich würde definitiv auch in den nächsten Jahren (bis Ende der Volkschulzeit) noch nicht wieder VZ arbeiten wollen.
Auch ein Betreuungsangebot vom KiGa bis 15 Uhr, an 4 Tagen, gibt es zB bei uns erst seit heuer. Und Oma haben wir keine in der Nähe.
Mir persönlich war es wichtig, mein Kind mit unter 3 Jahren möglichst wenig in eine Fremdbetreuung zu geben, da es für die Kinder einfach auch viel Stress bedeutet mehr als 4 Stunden täglich fremdbetreut zu werden. (keine enge Bezugsperson wie Mama, Papa, Oma, Opa)
Finanziell geht es sich momentan noch gut aus. Mal sehen was die Zukunft bringt.
Nur Hausfrau zu sein wäre für mich nichts.
Ich bin auch der Meinung, dass wir die Entscheidungen der anderen mehr respektieren sollten. Jede hat ja ihre persönlichen Gründe, warum sie es so oder so handhabt. Natürlich geht es dabei auch um grundlegende Werte, deshalb werden viele bei diesen Themen sehr emotional.
Im Restaurant finde ich hat das Handy nichts verloren.
Notfalls ein Restaurant mit Kinderspielbereich auswählen, oder mal eine zeitlang nicht essen gehen...
Grade bei größeren Familienfeiern ists wahrscheinlich mühsam, aber dann muss man halt viel Spielzeug mitbringen usw. Es malt ja zB nicht jedes Kind gerne. Oder abwechselnd mal mit dem Kind raus gehen... Da gibt's sicher genug andre Möglichkeiten.
Aber hab auch letztes beim Chinesen wieder Großeltern mit 2 Kleinkindern, pro Kind ein Tablet vor der Nase während sie gefüttert wurden, gesehen 🙈🙈 Sowas muss doch echt nicht sein, oder 🤔