Wir haben eine ähnliche Situation. Unsere Tochter ist 4,5 Jahre und mein Partner hat sich lang ein zweites gewünscht, ich nicht.
Zum Einen haben wir ein langes Gespräch über Familienbilder geführt und da kam bei ihm raus, dass alte Glaubenssätze so Dinge wie ein Einzelkind ist verzogen, zwei spielen viel miteinander usw. meinungsbildend waren.
Zum Anderen fand er die Rolle als Papa abends und bisschen Freizeit, angenehm. In Karenz gehen (allein oder zumindest 50:50) käme für ihn nie in Frage - sprich: er hat einen Kinderwunsch aber ich soll die Last tragen.
Lieber bin ich für meine Tochter eine präsente Mama, als komplett erschöpft mit zweien (oder womöglich drei 😵💫). Das wär ich nämlich fix, bin jetzt schon voll bedient.
Wir haben uns entschieden, dass es bei einem Einzelkind bleibt, weil so viel dafür spricht u so wenig dagegen.
Ich denk selber manchmal, oh ein Baby wär nochmal süß, aber ganz ehrlich, die Zeit mit Baby war nicht nur schön 😬 und ein Baby ist ja auch ein Mensch und der ist dann da, für immer.
Haushalt hab ich aufs notwendigste minimiert bzw. abends hats mein Freund erledigt. Ein Baby und eine Mama, die nicht viel machen können, machen eh nicht viel Mist 😂
Wir haben den Kinderwagen gleich mal wieder verkauft, unsere Tochter war ausschließlich in der Trage bis 1,5 Jahre. Sonst daheim im Bett oder bei Gelegenheit im Auto. Später auch im Buggy.
Gegessen hab ich minimalistisch - Spiegelei, Jause, Toast, Salat, was halt so geht nebenbei.
Ich hab bei den Brüdern entbunden, arbeite aber im Haus. Ich wusste, was da so los ist, gibt gute u schlechte Geschichten.
Was ich mir generell angewöhnt hab, ich sag einer Ärztin, einem Arzt oder dem Pflegepersonal was ich brauche.
Beispiele: Bei der Geburt hab ich gesagt, ich möcht gern selber das mit dem Stillen probieren, so wie es mir meine Hebamme vorher gezeigt hat. Sie haben mich in Ruhe gelassen und konnte bei Bedarf läuten. Wollte Zufüttern oder Stillhütchen vermeiden, deshalb.
Meiner Zahnärztin hab ich gesagt, sie soll immer mitreden, was sie grad macht u wann es geschafft ist. Da ich keine Spritze nehme, kann ich erst entspannen, wenn es wirklich ganz geschafft ist 😅
Kinderarzt hat immer schnell geimpft, da hab ich ihn gebeten das vorher kurz zu erklären und langsam zu impfen. War dann besser. Er macht ja auch nur, was er denkt, dass die Eltern wollen.
Generell ist es ratsam zu sagen, was man braucht. Ist ja keiner wie der/die andere und ich bin auch immer froh, wenn sich jemand klar ausdrückt.
Ich weiß nicht mehr wo ich das das erste Mal gelesen hatte (glaub auf IG), aber mir hats geholfen, dass ich das Weinen annehmen soll. Annehmen und sogar fördere, also gut zureden und „erzählen“ lassen. Nicht das Beruhigen im Kopf haben, sondern, dass es jetzt meine Aufgabe ist, zuzuhören.
Uns hat das viel gebracht, weil unsere Tochter so besser in die Tiefschlafphase kam u relativ schnell dann statt 10 Mal aufwachen nachts nur mehr 1 Mal oder keinmal aufwachte.
Mein Freund konnte das anfangs kaum glauben u tat sich schwer. Aber wir haben das gemeinsam beschlossen u sehen das heute 4 Jahre später definitiv als richtige Entscheidung.
Strep B im Vaginal- oder Analabstrich sind nicht in dem Sinn eine Infektion bei der werdenden Mutter sondern eine Besiedelung der Flora. Das ist symptomfrei.
Die Infektion würde dann das Neugeborene betreffen, wenn die Bakterien irrtümlich den Weg in dessen Atemwege finden.
Ich arbeit in einem Spital mit Geburtenabteilung und durchschnittlich 5 Geburten pro Tag. Wir haben jede Woche Neugeborene mit Verlegung auf die Neugeborenenstation aufgrund Infektionen. Nicht alle sind aber gleich eine Sepsis, Gottseidank.
Find das aber schon relativ viel, daher würde ich zu verhindern versuchen, was möglich ist.
Da kann nichts sein. Und wenn du das Kind verlieren solltest, dann bitte mach dir kein schlechtes Gewissen, dass es mit dem Rutschen zusammen hängt. Dann wär es auch sonst passiert.
Eigentlich unglaublich wieviel unbewusste Schuld auf Mütter u deren Verhalten geschoben wird. Eine MA ist leider ein häufiges Ereignis und es ist nie das Verhalten der Mutter dafür verantwortlich.
Das Problem mit Stürzen oder Stößen ist, dass sich die Plazenta ablösen könnte (Verblutungsgefahr für das Ungeborene). Aber die ist zu den Zeitpunkt noch gar nicht gebildet.
Als ich schwanger war (war so nicht geplant), hab ich in den ersten 20 Wochen noch so viel Abenteuerliches wie möglich erledigt, weil ich ahnte, dass das länger nix wird. Nach 4 Jahren kann ich sagen: ich hatte Recht 😂
Wir sind beide am Land aufgewachsen, haben dann aber einige Jahre in einer Stadt (Linz) gewohnt. Letzten Sommer sind wir wieder aufs Land, nicht weit weg von Linz, aber doch deutlich Land.
Linz vermissen wir sehr, darum fahren wir immer wieder mal hin bzw. komm ich durch die Arbeit sowieso öfter hin. Am meisten fehlen uns die unkomplizierten Radlwege im Linzer Umland (Urfahr, Steyregg, Oberbairing), das haben wir hier nicht mehr.
Ich freu mich, dass wir hier Platz haben, Gemüse anbauen können und trotzdem muss ich mich erst wieder an die Dorfmentalität gewöhnen, bei der einfach jeder über jeden Bescheid wissen will und viel gesehen und frei interpretiert wird. Einfach ist es nicht mit den Themen, die uns beschäftigen, hier gibt es zb keine Grün-Wähler in der Nähe. Sehr viel Ausländerhass, wenig Radfahrer. Das war in Linz tatsächlich viel lockerer. Aber das ist nur meine persönliche Sichtweise.
Ich glaub ja, dass wir sehr viele unbewusste Glaubenssätze und Rollenbilder mittragen. Zumindest geht es mir so und komm im Gespräch mit anderen immer wieder zu dieser Einsicht.
Ich hab es komplett übersehen rechtzeitig mit meinem Partner darüber zu sprechen. Wir hatten zwar eine ausgeglichene Beziehung vor unserem
Kind, ABER durch die neuen Rollen (Eltern) haben sich all die unbewusst manifestierten Verhaltensweisen gezeigt. Er plötzlich die Angst im Job nicht voran zu kommen, wenn er 32 Std. arbeitet, also Vollzeit. Ich diejenige, die plötzlich das Gefühl hatte komplett für den Haushalt zuständig zu sein, obwohl ich es vorher nicht machte.
Gleichzeitig aber der bewusste Wunsch von mir arbeiten zu gehn und sein bewusster Wunsch aktive Familienzeit zu verbringen.
Das ergibt bei beiden 150 % und ich glaub das ist der Grund warum wir so kämpfen.
Wir sind mitten im Prozess hier Ruhe u Ordnung reinzubringen.
Ich denke die nächste Generation geht dieses Thema schon leichter an.