ich kann gut nachvollziehen, was du meinst. unsere midi war bis zur 36.woche herum ein bub. wir waren auf einen buben eingestellt, wir hatten schon einen namen und und und.
und dann? beim letzten us fragte uns der arzt noch, ob wir es schon wüssten, und wir sagten: ja klar, ein bub.
der arzt schaut uns verwundert an, schallt noch einmal und schüttelt den kopf mit den worten: entweder ist es ein armer bub, aber da spricht zu 95% alles für ein mädchen.
uff.
ich war so vor den kopf gestoßen, so enttäuscht, keine sekunde habe ich mich gefreut. es war so schlimm damals. zuerst die auffällige nackenfalte und die damit zusammenhängende angst und dann noch das. zu diesem moment wollte ich dieses kind gar nicht bekommen. das hört sich nun hart an, aber ich war mit den nerven am ende zu diesem zeitpunkt. (heute rational gesehen kann ich es nicht mehr verstehen.....)
heute haben wir 3 gesunde, süße mädchen. bei nr.3 haben wir es uns erst kurz vor der geburt sagen lassen und wir waren auf beides vorbereitet und eingestellt. es war uns letztlich egal, wir haben uns einfach nur noch auf unser baby gefreut. und so würden wir es wieder machen lassen, würden wir noch ein 4. kind bekommen....
Also bei uns erwartet sich die Familie ein großes Ereignis, aber ich mache da nicht mit.
Wir, Eltern und Geschwister des Kindes, gehen in die Schule mit - da hörten wir schon am Elternabend, dass keine weiteren Verwandten erwünscht sind.
Dann überraschen wir das Einschulungskind mit einem gemeinsamen besonderen Mittagessen. Und es gibt eine selbstgemachte Schultüte.
Fotos werden dann gerne verschickt. Und das war es. Mehr tun wir nicht und ich wüsste auch nicht warum. Klar passt es der Verwandtschaft nicht, aber sie machen immer nur bei unserer Erstgeborenen so ein Tamtam. Wenn dann die Midi nächstes Jahr auch in die Schule kommt, ist es schon nicht mehr so interessant.... und das möchte ich uns ersparen. War leider schon so oft so.....
Aber natürlich passt das! Welches Kleinkind in diesem Alter konzentriert sich schon eine Stunde auf eine Sache? Im Zoom können sie machen, was sie wollen! Da müssen sie an nichts teilnehmen, sondern können selbst erkunden und erforschen. Gerade das finde ich ja so nett, denn diese fertigen Programme sind nichts für Kleinkinder.
Wenn es in Österreich keine anderen Probleme mehr gibt, darf die Diskussion gerne weitergeführt werden.
Ansonsten kann man sich gerne dem Gesundheitssystem, der Kinderbetreuung, dem Bildungssystem, den Steuererhöhungen oder dergleichen annehmen. Da gibt es noch genug Baustellen. :-)
Gleichberechtigung sollte am Arbeitsmarkt herrschen, in Bildungschancen, Vereinbarkeit Familie/Beruf - aber nicht beim Binnen-I. Davon kann ich mir nichts kaufen und fühle mich auch nicht besser.
effektiv legt man matratzen auf den boden bzw. nimmt ein ganz niedriges bett. so können kinder selbstbestimmt schlafen, also auch aufstehen und sind nicht im gitterbett eingesperrt. durch die niedrige höhe können sie sich auch nicht verletzen.
unsere kinder schlafen entweder gemeinsam in einem bett (unterteil vom stockbett) oder in einem matratzenlager (sehr beliebt derzeit, auch in kombination mit höhlenbau oder unter dem tisch). auch da können sie selbst zu uns kommen.
in anderen kulturen ist es völlig normal, dass familien gemeinsam am boden auf matratzen schlafen, alle zusammen.
das prinzip dahinter meint, dass kinder über ihr schlafverhalten selbst bestimmen und so selbst entscheiden, wann sie schlafen gehen und wie lange. kann also auch sein, dass kind nachts auf ist und so die erfahrung macht, morgens dann müde zu sein. so hätte ich es verstanden.
so viel freiheit bekommen meine kinder nicht. mir geht es darum, dass sie immer zu uns kommen können und nicht im gitterbett weinen. klappt es aber nicht nachts, dann teile ich sie auch auf. es ist zwar fein, wenn sie diese erfahrungen am wochenende machen, aber unter der woche haben wir alle verpflichtungen und da ist eine 1,5 jährige dann nur grantig und hat noch keinen lernerfolg. also bei uns zumindest.
ich habe jetzt mal das thema überflogen und kann durchaus verstehen, dass man zu dieser methode greift, wenn nichts mehr geht. und zwischen schreien lassen und jammern sind ja auch große unterschiede. man muss nur im hinterkopf haben, dass euer baby euch nicht ärgern möchte, sondern begleitung in den schlaf braucht. wenn man es schafft, das anzunehmen, zu akzeptieren und zu verstehen, dann schafft man diese zeiten auch leichter.
je mehr man probiert, desto mehr spürt das kind auch die verunsicherung und kann eine neue strategie gar nicht annehmen. bis eine umstellung geklappt hat, dauert es bis zu zwei wochen. und es ist nicht unüblich, dass sich das schlafverhalten im ersten lebensjahr häufig ändert und auch in den kommenden jahren. da braucht es neue wege, aber auch die bereitschaft, das kind zu unterstützen.
jedes kind kann schlafen lernen funktioniert, klar. aber das kind lernt nicht schlafen, sondern nur, dass entweder niemand kommt in der extremvariante und dass seine bedürfnisse nicht ernst genommen werden. es ist normal, dass ein baby nicht alleine einschläft, sondern mit schaukeln und weißem rauschen (fön, dunstabzug) am besten schläft. das kann man ohne weiteres probieren.
wir unterstützen unsere kinder mit nähe, geduld, zeit, massagen und aromatherapie. bei unserer midi hat eine gewichtedecke gut geholfen, anfangs im babyalter noch sehr leicht oder nur gepuckt, dann wurde die decke immer schwerer.
und ehrlich: an manchen abendenden nervt es mich auch, dass ich daneben sitzen muss und warten muss und eigentlich schon lieber etwas anderes machen würde. aber ich weiß, dass die zeit vorbei geht und sich wieder ändert. und jetzt brauchen mich meine kinder, also bin ich da. uneingeschränkt.
bei uns war es thema, nachdem nicht klar war, ob mein mann zeugungsfähig ist aufgrund einiger unglücklicher zustände und so haben wir uns auch diese frage gestellt.
aus ethischen gründen kommt für mich eine künstliche befruchtung nicht in frage, wir hätten uns also um eine inlandsadoption bemüht oder wären alternativ pflegeeltern geworden. das möchten wir auch immer noch,aber erst, wenn unsere kinder dann erwachsen sind.